Was ist Solmisation?
Solmisation (international auch Solfège, Solfeggio oder Solfa genannt) ist ein System, das jedem Ton einer Tonleiter eine kurze, singbare Silbe gibt:
Do, Re, Mi, Fa, Sol, La, Ti, Do
Statt "C, D, E" oder "erster Ton, zweiter Ton, dritter Ton" zu denken, singt ihr für jede Stufe der Tonleiter einen Namen. Weil jede Silbe für eine Position in der Tonart steht, trainiert Solmisation euer Gehör darauf, wie Töne zueinander klingen, nicht nur wie sie heißen.
Genau darum geht es. Solmisation ist ein Gehörbildungssystem. Sängerinnen und Sänger nutzen sie zum Vom-Blatt-Singen, Lehrkräfte zum Unterrichten von Tonhöhen, und Instrumentalisten und Songwriter, um Melodien nach Gehör herauszuhören, ohne Ton für Ton zu raten.
Die Solmisationstonleiter
So sieht die Durtonleiter in Solmisation aus, hier in C-Dur:
| Tonleiterstufe | Solmisationssilbe | Aussprache | Ton in C-Dur |
|---|---|---|---|
| 1 | Do | "do" | C |
| 2 | Re | "re" | D |
| 3 | Mi | "mi" | E |
| 4 | Fa | "fa" | F |
| 5 | Sol (oder So) | "so" | G |
| 6 | La | "la" | A |
| 7 | Ti (oder Si) | "ti" | H |
| 8 | Do | "do" | C |
Singt sie auf und ab, und ihr habt das "do re mi fa so la ti do", das viele aus der Schule oder aus The Sound of Music kennen. Ihr werdet sowohl "Sol" als auch "So" sehen: Es ist derselbe Ton. Viele Lehrkräfte lassen das "l" weg, damit jede Silbe auf einem Vokal endet, was sich leichter singen lässt.
Die Abstände zwischen den Silben folgen dem Muster der Durtonleiter: Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton. Die beiden Halbtöne liegen zwischen Mi und Fa sowie zwischen Ti und Do. An diesen zwei Stellen zieht die Tonleiter am stärksten, deshalb klingt Ti so, als wolle es sich nach oben ins Do auflösen.
Was bedeutet Solmisation? Eine kurze Geschichte
Das Wort kommt von den Silben selbst: "sol" plus "mi", über das lateinische solmisatio. Die internationale Bezeichnung Solfège setzt sich entsprechend aus "sol" und "fa" zusammen, über das italienische solfeggio und das französische solfège.
Das System entstand um 1025 bei Guido von Arezzo, einem italienischen Mönch, der Chören neue Gesänge schneller beibringen wollte. Er nutzte einen Hymnus an Johannes den Täufer, Ut queant laxis, in dem jede Zeile einen Ton höher beginnt als die vorige. Die erste Silbe jeder Zeile ergab sechs Tonnamen:
Ut, Re, Mi, Fa, Sol, La
Drei Änderungen machten daraus die Tonleiter, die wir heute verwenden:
- Aus Ut wurde Do im 17. Jahrhundert, weil "ut" auf einem harten Konsonanten endet und sich schlecht singen lässt. Do wird meist dem italienischen Theoretiker Giovanni Battista Doni zugeschrieben.
- Si kam hinzu als siebter Ton, gebildet aus den Anfangsbuchstaben von "Sancte Iohannes" in der letzten Zeile des Hymnus.
- Aus Si wurde Ti im englischsprachigen Raum im 19. Jahrhundert. Sarah Glover änderte es für ihre Tonic-Sol-fa-Methode, damit jede Silbe mit einem anderen Buchstaben beginnt (Si kollidierte mit Sol). John Curwen verbreitete die Methode in Großbritannien und ergänzte die Handzeichen.
Große Teile Europas und Lateinamerikas verwenden bis heute Si.
Festes Do vs. relatives Do
Es gibt zwei Arten, Solmisation zu verwenden, und sie funktionieren sehr unterschiedlich.
Festes Do
Beim festen Do ist jede Silbe ein fester Tonname. Do ist immer C, Re ist immer D, Mi ist immer E, egal in welcher Tonart die Musik steht. Im Grunde ist es ein anderes Alphabet für dieselben Töne.
Das ist der Standard in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Lateinamerika und Russland, wo "Do" einfach der Name für C ist. Konservatorien dort trainieren das feste Do auf hohem Niveau, und es passt zu Spielerinnen und Spielern, die viel komplexe, chromatische Musik lesen.
Relatives Do
Beim relativen Do (auch "bewegliches Do") ist Do immer der Grundton der aktuellen Tonart. In C-Dur ist Do C. In G-Dur ist Do G. In Es-Dur ist Do Es. Die Silben beschreiben die Funktion jedes Tons, nicht seinen Buchstabennamen.
Dieses System wird in den USA, Großbritannien, den meisten englischsprachigen Ländern und in der Kodály-Methode verwendet, und auch die relative Solmisation an deutschen Schulen arbeitet so. Für die Gehörbildung ist es das bessere System, weil Sol immer wie Sol klingt: dieselbe Spannung, derselbe Zug zurück zum Do, in jeder Tonart.
Welches solltet ihr lernen?
| Festes Do | Relatives Do | |
|---|---|---|
| Do bedeutet | Immer C | Den Grundton der Tonart |
| Silben ändern sich beim Tonartwechsel | Nein | Ja, die Buchstabennamen darunter ändern sich |
| Am besten für | Komplexe Partituren lesen, absolute Tonnamen | Beziehungen hören, transponieren, nach Gehör spielen |
| Wo es Standard ist | Romanischsprachige Länder, Russland | USA, Großbritannien, Kodály-Unterricht |
| Gut zum Spielen nach Gehör | Weniger | Ja |
Wenn ihr Solmisation lernt, um euer Gehör zu verbessern, Melodien zu schreiben oder nach Gehör zu spielen, lernt das relative Do. Jede Melodie, die ihr lernt, wird übertragbar: Sobald ihr sie in Solmisation singen könnt, könnt ihr sie in jeder Tonart spielen. Der Rest dieses Leitfadens verwendet das relative Do.
Chromatische Solmisation: Kreuze und Bs
Die sieben Grundsilben decken nur die Töne innerhalb der Tonart ab. Für Töne außerhalb ändert die Solmisation den Vokal: Erhöhte Töne bekommen ein "i", erniedrigte Töne meist ein "e" (gesprochen wie im englischen "ay"). Re ist die Ausnahme und wird zu Ra erniedrigt.
| Aufwärts (Kreuze) | Ton in C | Abwärts (Bs) | Ton in C |
|---|---|---|---|
| Do | C | Do | C |
| Di | Cis | Ti | H |
| Re | D | Te | B |
| Ri | Dis | La | A |
| Mi | E | Le | As |
| Fa | F | Sol | G |
| Fi | Fis | Se | Ges |
| Sol | G | Fa | F |
| Si | Gis | Mi | E |
| La | A | Me | Es |
| Li | Ais | Re | D |
| Ti | H | Ra | Des |
| Do | C | Do | C |
Es gibt kein erhöhtes Mi und kein erhöhtes Ti, weil Mi zu Fa und Ti zu Do bereits Halbtöne sind.
Ihr braucht nicht alle davon am ersten Tag. Die vier, die ihr in Pop, elektronischer Musik und Hip-Hop am häufigsten hört, sind Te (die kleine Septime, überall in Rock und EDM), Me und Le (der geliehene Moll-Klang in Dur-Songs) und Fi (die erhöhte Quarte in lydischen Melodien und Filmmusik).
Solmisation für Molltonleitern
Bei Molltonarten teilt sich das relative Do in zwei Lager.
La-basiertes Moll
Die Molltonleiter beginnt auf La und nutzt dieselben Silben wie ihre parallele Durtonart. a-Moll und C-Dur teilen alle Töne, also wird a-Moll La, Ti, Do, Re, Mi, Fa, Sol, La gesungen.
Do-basiertes Moll
Die Molltonleiter beginnt auf Do, und die 3., 6. und 7. Stufe werden mit chromatischen Silben erniedrigt. a-Moll wird Do, Re, Me, Fa, Sol, Le, Te, Do gesungen.
| Tonleiterstufe | La-basiertes natürliches Moll | Do-basiertes natürliches Moll | a-Moll |
|---|---|---|---|
| 1 | La | Do | A |
| 2 | Ti | Re | H |
| 3 | Do | Me | C |
| 4 | Re | Fa | D |
| 5 | Mi | Sol | E |
| 6 | Fa | Le | F |
| 7 | Sol | Te | G |
| 8 | La | Do | A |
Für harmonisches Moll erhöht ihr die 7. Stufe: Sol wird im la-basierten System zu Si, und Te wird im do-basierten System zu Ti.
La-basiert ist für den Einstieg einfacher, weil ihr nur die sieben Grundsilben braucht. Do-basiert zahlt sich später aus. Die meisten modernen Songs mischen Dur- und Mollfarben frei, und do-basiert behält den Grundton als Do, sodass ihr immer wisst, wo zu Hause ist.
Solmisation Handzeichen
Die Handzeichen der Solmisation, oft Curwen-Handzeichen genannt, geben jeder Silbe eine körperliche Form. John Curwen führte sie in den 1870er-Jahren ein, und die Kodály-Methode machte sie zum Standard im Musikunterricht.
| Silbe | Handzeichen |
|---|---|
| Do | Geschlossene Faust, flach vor dem Körper gehalten |
| Re | Flache Hand, Handfläche nach unten, schräg nach oben geneigt |
| Mi | Flache Hand, Handfläche nach unten, waagerecht gehalten |
| Fa | Faust mit nach unten zeigendem Daumen |
| Sol | Flache Hand, Handfläche zum Körper, waagerecht gehalten |
| La | Locker hängende Hand, Handfläche nach unten, Finger hängend |
| Ti | Faust mit schräg nach oben zeigendem Zeigefinger |
| Hohes Do | Wieder geschlossene Faust, auf Augenhöhe gehalten |
Die Zeichen sind außerdem nach Höhe gestaffelt. Das tiefe Do sitzt etwa auf Taillenhöhe, und jedes Zeichen wandert mit der Tonleiter ein Stück nach oben, sodass das hohe Do in der Nähe der Stirn landet. Eure Hand zeichnet die Melodie in die Luft, während ihr singt.
Die Formen sind nicht zufällig. Ti zeigt nach oben, weil es sich ins Do auflösen will. Der Daumen von Fa zeigt nach unten, weil Fa zum Mi fallen will. Re und La haben Formen, die sich zu ihren Nachbarn neigen. Wer das Zeichen beim Singen macht, verbindet Klang, Form und den "Zug" jedes Tons, und genau deshalb helfen Handzeichen so sehr bei der Intonation.
Solmisation und Akkorde
Solmisation ist nicht nur für Melodien da. Stapelt jede zweite Silbe, und ihr bekommt die Akkorde der Tonart:
| Akkord | Stufe | Solmisation | In C-Dur |
|---|---|---|---|
| Tonika | I | Do, Mi, Sol | C-Dur |
| Subdominantparallele | ii | Re, Fa, La | d-Moll |
| Dominantparallele | iii | Mi, Sol, Ti | e-Moll |
| Subdominante | IV | Fa, La, Do | F-Dur |
| Dominante | V | Sol, Ti, Re | G-Dur |
| Tonikaparallele | vi | La, Do, Mi | a-Moll |
| Verkürzter Dominantseptakkord | vii° | Ti, Re, Fa | h-vermindert |
Das hilft in zwei Richtungen. Wenn ihr eine Melodie hört, die auf Do, Mi und Sol liegt, wisst ihr, dass darunter wahrscheinlich der I-Akkord liegt. Wenn ihr über eine Akkordfolge schreibt, wisst ihr, welche Silben dazu stabil klingen. Eine Melodie, die über dem vi-Akkord auf La, Do oder Mi landet, klingt ruhig; landet sie auf Ti, klingt sie gespannt.
Zum Üben spielt eine einfache Folge wie I, IV, V, I auf einem Keyboard. Singt den Grundton jedes Akkords in Solmisation, dann den ganzen Dreiklang: Do, Mi, Sol; Fa, La, Do; Sol, Ti, Re; Do, Mi, Sol.
Warum Solmisation für die Gehörbildung funktioniert
Jede Silbe im relativen Do hat ein gleichbleibendes Gefühl, und das ist der ganze Trick:
- Do fühlt sich an wie zu Hause, völlig stabil.
- Mi ist stabil, aber heller.
- Sol ist kräftig und offen.
- Re und La fühlen sich an, als wären sie in Bewegung.
- Fa neigt sich nach unten zum Mi.
- Ti zieht stark nach oben zum Do.
Wenn ihr diese Silben oft genug gesungen habt, hört ihr nicht mehr "einen Ton", sondern "das ist Sol". Genau das braucht ihr, um eine Melodie zu transkribieren, Harmonien zu singen oder ein Stück zu spielen, das ihr einmal gehört habt.
Es macht auch Intervalle greifbar. Do zu Sol ist eine reine Quinte. Do zu Mi ist eine große Terz. Mi zu Fa ist ein Halbton. Jedes bekannte Intervall hat eine Solmisationsform, die man hören kann. Intervalltraining und Solmisation bauen dieselbe Fähigkeit aus zwei Richtungen auf.
Solmisation für Instrumentalisten und Songwriter
Die meisten begegnen der Solmisation im Chor, aber sie ist genauso nützlich, wenn ihr nie öffentlich singt.
Nach Gehör spielen. Wenn ihr eine Melodie in Solmisation nachsingen könnt, kennt ihr bereits ihre Tonleiterstufen. Findet Do auf eurem Instrument, und die übrigen Töne folgen, in jeder Tonart.
Schneller Melodien schreiben. Summt eine Idee, singt sie in Solmisation nach, und ihr wisst genau, welche Töne ihr aufschreiben oder spielen müsst. Kein Suchen mehr Ton für Ton.
Die Tonart nach Gehör finden. Singt den Ton, auf dem die Melodie enden will. Das ist meist Do, und wenn ihr Do habt, habt ihr die Tonart.
Flüssiger Noten lesen. Solmisation verbindet die Punkte im Notensystem mit dem Klang im Kopf. Sobald ihr Noten im Bassschlüssel und im Violinschlüssel benennen könnt, sagt euch das Singen in Solmisation, wie sie klingen sollten, bevor ihr sie spielt.
Solmisation unterrichten
Für Lehrkräfte ist Solmisation einer der wirksamsten Wege, Musikalität in einer Klasse aufzubauen. Ein paar Dinge, die gut funktionieren:
- Mit drei Tönen anfangen. Sol, Mi und La (der Pausenhof-Ruf "Ätsch bätsch") sind für junge Schülerinnen und Schüler leichter als die ganze Tonleiter.
- Handzeichen vom ersten Tag an nutzen. Sie geben euch eine stille Möglichkeit, die Klasse zu führen, und zeigen, wer die Tonhöhe hört und wer rät.
- Ein System wählen und dabei bleiben. Ein Wechsel zwischen festem und relativem Do mitten im Schuljahr verwirrt. Die meisten Schulen im deutschsprachigen und englischsprachigen Raum nutzen das relative Do.
- Singen und Hören mischen. Schülerinnen und Schüler lernen schneller, wenn sie auch gehörte Silben erkennen müssen, nicht nur gesehene singen.
Auris for schools bietet Lehrkräften fertige Gehörbildungsübungen und Fortschrittsverfolgung für die Klasse, damit Schülerinnen und Schüler zwischen den Stunden zu Hause das Hören üben können.
Solmisation lernen: 5 Übungen
Arbeitet sie der Reihe nach durch. Zehn Minuten am Tag schlagen eine Stunde einmal pro Woche.
- Die Durtonleiter auf und ab singen. Spielt ein C auf einem Keyboard, singt Do, dann singt bis zum hohen Do hinauf und wieder hinunter. Kontrolliert euch oben und unten am Keyboard. Nehmt die Handzeichen dazu, sobald sich die Silben natürlich anfühlen.
- Den Tonika-Dreiklang singen. Do, Mi, Sol, Mi, Do. Dann Do, Mi, Sol, hohes Do, Sol, Mi, Do. Das verankert die drei stabilsten Töne der Tonart.
- In der Tonleiter springen. Do, Mi, Re, Fa, Mi, Sol, Fa, La, Sol, Ti, La, hohes Do. Dann probiert Do zu Sol, Do zu La, Do zu Fa: Sprünge weg von zu Hause und zurück.
- Lieder singen, die ihr schon kennt. "Morgen kommt der Weihnachtsmann" (dieselbe Melodie wie "Twinkle, Twinkle, Little Star") beginnt Do, Do, Sol, Sol, La, La, Sol. "Ode an die Freude" beginnt Mi, Mi, Fa, Sol, Sol, Fa, Mi, Re. "Happy Birthday" beginnt Sol, Sol, La, Sol, Do, Ti. Den Rest erarbeitet ihr selbst.
- Diktat. Lasst jemanden, oder eine App, eine kurze Melodie aus drei bis fünf Tönen spielen, die auf Do beginnt. Singt sie in Solmisation nach, bevor ihr die Lösung anschaut. Das ist die Übung, die euer Gehör wirklich aufbaut, und die, die die meisten auslassen.
Die fünfte Übung ist allein schwierig, weil ihr etwas braucht, das euch Melodien vorspielt und eure Antworten prüft. Genau dafür gibt es Gehörbildungs-Apps.
Solmisation üben mit Auris
Die Silben zu kennen ist die Theorie. Sie zu hören ist die Fähigkeit, und die entsteht nur durch regelmäßiges Hörtraining: einen Ton im Zusammenhang hören und ihn benennen, bevor ihr die Lösung seht.
Mit Auris übt ihr genau das, mit euren Antworten in Solmisation. In den Einstellungen könnt ihr relatives Do oder relatives Do mit la-basiertem Moll wählen, damit die Übungen dasselbe System nutzen, das ihr oben gelernt habt. Die Übungen, die Solmisationsfähigkeiten am direktesten aufbauen:
- Harmonic Context: einen Ton vor dem Hintergrund einer Tonart hören und seine Tonleiterstufe benennen. Das ist die Kernfähigkeit der Solmisation.
- Melodic Dictation: eine kurze Melodie hören und aufschreiben, die Übung, die die meisten beim Alleinüben auslassen.
- Interval Recognition: zwei Töne hören und den Abstand benennen, damit Do zu Sol oder Mi zu Fa sofort sitzt.
- Scale and Chord Recognition: den Unterschied zwischen Dur und Moll hören, und zwischen den Akkorden der Tonart.
Die Level werden schwerer, je besser ihr werdet, und mit einem kostenlosen Konto wird euer Fortschritt gespeichert, sodass ihr seht, wie sich euer Gehör entwickelt.
Startet mit ein paar Übungen für euer Gehör.
FAQ
Was sind die 7 Solmisationssilben?
Do, Re, Mi, Fa, Sol, La und Ti. Der achte Ton der Tonleiter ist wieder Do, eine Oktave höher.
Heißt es Ti oder Si?
Beides ist richtig. Ti wird im englischsprachigen Raum und in der relativen Solmisation verwendet; Si in großen Teilen Europas und Lateinamerikas. Ti wurde eingeführt, damit jede Silbe mit einem anderen Buchstaben beginnt.
Heißt es So oder Sol?
Es ist derselbe Ton. Sol ist die ursprüngliche Schreibweise; viele Lehrkräfte nutzen So, weil es auf einem Vokal endet und sich leichter singen lässt.
Was ist der Unterschied zwischen Solmisation, Solfège und Solfeggio?
Keiner. Solfeggio ist der italienische Name und Solfège der französische für dasselbe System; im Deutschen sagt man meist Solmisation. Auch Solfa und Sol-fa sind gebräuchlich.
Sollte ich festes oder relatives Do lernen?
Relatives Do, wenn euer Ziel Gehörbildung, Spielen nach Gehör oder Komponieren ist. Festes Do ist vor allem nützlich, wenn ihr in einem Land studiert, in dem Do der Name für C ist, oder wenn ihr viele komplexe klassische Partituren lest.
Wie lautet die Solmisation für eine Molltonleiter?
Im la-basierten Moll: La, Ti, Do, Re, Mi, Fa, Sol, La. Im do-basierten Moll: Do, Re, Me, Fa, Sol, Le, Te, Do. Beide beschreiben dieselben Töne; sie unterscheiden sich darin, welche Silbe als Zuhause gilt.
Wie heißen die Solmisationssilben für Kreuze und Bs?
Erhöhte Töne wechseln zum Vokal "i": Di, Ri, Fi, Si, Li. Erniedrigte Töne wechseln zum Vokal "e": Te, Le, Se, Me, wobei Re zu Ra erniedrigt wird.
Braucht man Solmisation, wenn man ein Instrument spielt?
Sie hilft. Instrumentalisten, die eine Melodie in Solmisation singen können, lernen Songs schneller, transponieren leichter und spielen zuverlässiger nach Gehör, weil sie die Tonleiterstufen hören statt nur die Griffe.
Wie lange dauert es, Solmisation zu lernen?
Die meisten können die Durtonleiter und einfache Melodien nach ein paar Wochen täglichen Übens in Solmisation singen. Silben aus einer Aufnahme zuverlässig zu hören und zu benennen, braucht regelmäßiges Diktattraining über einen längeren Zeitraum.




















